Nachhaltigkeitsbericht 2017

HUMAN RIGHTS 46 47 17. MENSCHENRECHTE Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen. Unser Ziel ist die Einhaltung der Menschenrechte und der ILO-Kernarbeitsnormen in unserer Lieferkette. Seit 2010 müssen daher alle Lieferanten unsere Qualitäts- sicherungsvereinbarung unterschreiben. Darin sind die Nachhaltigkeitskriterien des internationalen Nachhaltig- keitsstandard des BSCI integriert. Wir arbeiten im Kerngeschäft mit einer überschau- baren Zahl von Lieferanten zusammen. Es handelt sich ausschließlich um deutsche Lieferanten, und zwar Ge- treidemühlen und Backwaren-Großhandelsunternehmen. Wie bereits im Kriterium 4 ausgeführt, ist für uns als Backwarenhersteller der wesentlichste Rohstoff mit ca. 80 % Anteil am Wareneinsatz das Mehl. Durch den Bezug ausschließlich von deutschen Getreidemühlen, wobei das Mehl wiederum größtenteils aus deutschem Getreidean- bau stammt, können wir die Umwelt- und Sozialverträg- lichkeit dieses Rohstoffes sehr gut beurteilen. Die übrigen Zutaten wie Butter oder Gewürze stammen zum Großteil aus Deutschland oder EU-Staaten wie Holland oder Skandinavien. Die strengen deutschen und europäischen Standards zu Arbeitnehmer- und Menschen- rechten gewährleisten für unsere wesentlichen Lieferan- ten Sozialverträglichkeit auf hohem Niveau. Nur für einen kleinen Teil von Backzutaten aus der globalen Lieferkette können wir noch nicht die sozialen und ökologischen Bedingungen beim Anbau und der Weiterverarbeitung überprüfen. Maschinen und Technik werden überwiegend aus EU-Staa- ten wie der Schweiz, den Niederlanden oder Frankreich bezogen. Auch hier gelten die strengen sozialen und ökologischen Standards der EU. Ein Maßnahmenplan zum Aufbau eines öko-fairen Beschaffungswesens wurde in 2017 erarbeitet. Mit der systematischen Bewertung unserer Lieferanten nach sozialen und ökologischen Kriterien wollen wir ab 2019 beginnen. LEISTUNGSINDIKATOREN ZU KRITERIUM 17 Leistungsindikator GRI SRS-412-3: Auf Menschen­ rechtsaspekte geprüfte Investitionsvereinbarungen. Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen: a. Gesamtzahl und Prozentsatz der erheblichen Investitionsvereinbarungen und -verträge, die Menschenrechtsklauseln enthalten oder auf Menschenrechtsaspekte geprüft wurden. b. Die verwendete Definition für „erhebliche Investitionsvereinbarungen“. In 2017 wurden keine Investitionsvereinbarungen abgeschlossen. Leistungsindikator GRI SRS-412-1: Auf Menschenrechts- aspekte geprüfte Betriebsstätten. Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen: a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Geschäftsstandorte, an denen eine Prüfung auf Einhaltung der Menschen- rechte oder eine menschenrechtliche Folgenabschät- zung durchgeführt wurde, aufgeschlüsselt nach Ländern. Unsere einzigen Geschäftsstandorte sind Bocholt und Droßdorf in Deutschland. Damit ist die Einhaltung von Menschenrechten laut Gesetz verpflichtend und wird zu 100% gewährleistet. Leistungsindikator GRI SRS-414-1: Auf soziale Aspekte geprüfte, neue Lieferanten. Die berichtende Organisa- tion muss folgende Informationen offenlegen: a. Prozentsatz der neuen Lieferanten, die anhand von sozialen Kriterien bewertet wurden. 100 % aller neuen Lieferanten wird auch anhand von sozialen Kriterien überprüft. Grundvoraussetzung für die Listung aller Lieferanten, auch der neuen Lieferanten, ist die Abgabe einer Selbst- auskunft sowie die unterschriebene Qualitätssicherungs- vereinbarung, in der der Lieferant die BSCI Standards anerkennt. Die BSCI ist eine Wirtschaftsinitiative für Unternehmen, die sich für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der globalen Lieferkette engagieren. Der BSCI Verhaltens- kodex basiert auf diversen internationalen Verträgen zur Wahrung der Menschenrechte. Leistungsindikator GRI SRS-414-2: Soziale Auswirkungen in der Lieferkette. Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen: a. Zahl der Lieferanten, die auf soziale Auswirkungen überprüft wurden. b. Zahl der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsäch- liche und potenzielle negative soziale Auswirkungen ermittelt wurden. c. Erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen, die in der Lieferkette ermittelt wurden. d. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt und infolge der Bewertung Verbesserungen vereinbart wurden. e. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Aus- wirkungen erkannt wurden und infolgedessen die Geschäftsbeziehung beendet wurde, sowie Gründe für diese Entscheidung. Alle Lieferanten sind über die Unterzeichnung einer Qua- litätssicherungsvereinbarung auf die Einhaltung der BSCI Kriterien verpflichtet und damit auf die Wahrung der Menschenrechte. Es sind keine erheblichen negativen menschenrechtlichen Auswirkungen in der Lieferkette bekannt geworden. Es wurden keine Lieferanten ermittelt, bei denen erheb- lich negative soziale Auswirkungen vorlagen. Durch den Bezug unseres Hauptrohstoffes Mehls von einer überschaubaren Zahl deutscher Getreidemühlen, wobei das Mehl wiederum größtenteils aus deutschem Getreideanbau stammt, können wir auch die Sozialver- träglichkeit dieses Rohstoffes sehr gut beurteilen. Die übrigen Zutaten wie Butter oder Gewürze stammen zum Großteil aus Deutschland oder EU-Staaten wie Hol- land oder Skandinavien, in denen strenge Sozialstandards gelten. Nur für einen kleinen Teil von Backzutaten aus der globalen Lieferkette können wir noch nicht die sozialen und ökologischen Bedingungen beim Anbau und der Weiterverarbeitung überprüfen. Gesellschaft

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